Beziehungen langfristig aufrechterhalten: Tipps für eine gut funktionierende Partnerschaft

Hat man das erste Mal seit langem wieder so richtig Schmetterlinge im Bauch, ist diese Person plötzlich eine der wichtigsten, wenn nicht die wichtigste in unserem Leben. Am Anfang jeder Beziehung lernt man sich meist erst einmal richtig kennen, auch wenn man davor vielleicht schon jahrelang befreundet war. In dieser ersten Phase der Beziehung schaut man zunächst, ob und wie die beiden Leben zusammenpassen. Man sollte sich fragen, was man will und was der Partner will. Mit wie vielen Kompromissen kann man leben, und wo hat man seine Grenzen? Was eine gute Beziehung ausmacht und wie man sie auf Dauer halten kann, darum geht es hier.

Wer eine Beziehung auf langfristiger Basis führen will, muss mit seinem Partner reden, das ist klar. Dabei sollte es aber nicht immer nur um die Arbeit gehen, den Haushalt, die Kinder oder generell den Alltag. Vielmehr sollten Gespräche über sich selbst und den anderen, über die Beziehung und wie es den Beteiligten damit geht, Thema sein. Damit baut man Nähe auf und kann Verständnis und Interesse zeigen. Außerdem müssen sich beide Partner im Klaren sein, dass sie in einer Liebesbeziehung nur für sich selbst und nicht für den anderen verantwortlich sind. Auch wenn man zum Leben des anderen gehört, sind alle immer noch Individuen, die nicht die gleichen Wünsche und Gedanken haben müssen wie der andere.

Dem Partner seine eigene Meinung und in gewisser Weise seine Freiheit zu lassen, ist grundlegend für eine gut funktionierende Beziehung. Man darf seinen Lebensgefährten und die Liebe, die er einem gibt, nie als selbstverständlich betrachten. Ebenso wie man selbst, wünscht sich auch der andere Aufmerksamkeit, Liebe, Achtung und Respekt. Kleine Überraschungen, das Übernehmen von Aufgaben, damit der andere ein wenig entlastet wird, oder ein paar liebe Worte einfach so zeigen dem Partner, wie viel er einem bedeutet. Auch ist es essenziell, ehrlich darüber zu sprechen, was einem selbst in der Beziehung fehlt und was stört. Redet man darüber nicht und schweigt bloß, wird man bald merken, wie unzufrieden man mit der Beziehung geworden ist, und man bekommt Zweifel.

Es ist also wichtig, gleich anzusprechen, was man nicht gut findet, bevor es zu einem richtigen Problem wird und man in der Beziehung nicht mehr glücklich ist. Wir müssen uns auch darüber im Klaren sein, dass es unmöglich ist, dass wir alle unsere Interessen mit unserem Partner teilen können. Es gibt niemanden, der alle unsere Bedürfnisse erfüllen kann, und genauso wenig können wir selber es, also dürfen wir es auch von niemandem verlangen. Wer von seinem Gegenüber verlangt, alles so perfekt zu machen, wie man es sich selbst vorstellt, dessen Beziehung kann nur daran kaputtgehen. Manche Dinge, mit denen unser Partner partout nichts anzufangen weiß, kann man getrost auch weiterhin mit einem seiner Freunde oder einer Freundin erledigen. Das soll aber nicht bedeuten, dass man alle seine Interessen nur noch mit anderen ausübt.

Eine gute Beziehung kann man langfristig also nur führen, wenn man auf die eigenen Bedürfnisse und Vorlieben genauso eingeht wie auf jene des Partners. Man wird nur dann das Gefühl haben, bei jemandem angekommen zu sein und man selbst sein zu dürfen, wenn derjenige einen so akzeptiert und liebt, wie man tatsächlich auch ist. Also: Weniger Erwartungen stellen, mehr vertrauen und miteinander reden!

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